Forschungsprojekt

Quartier Sewanstraße: soziales Bauen und niedrige Betriebsemissionen nach KfW-40-Plus-Standard verbinden

Bauprojekt Seewanstraße

Kostengünstiger und zukunftsfähiger Geschosswohnungsbau im Quartier

In der Sewanstraße in Lichtenberg hat die HOWOGE im Jahr 2019 ein besonderes Bauprojekt abgeschlossen. Die zwei achtgeschossigen Wohnhäuser erfüllen nach der Optimierung die Kriterien für KfW-40-Plus-Effizienzhäuser. Gleichzeitig ist die Hälfte der 99 Wohnungen als geförderter Wohnraum mit besonders günstigen Kaltmieten realisiert. Normalerweise lassen sich beide Aspekte nur schwer zusammenbringen: Energieeffiziente Bauweisen sind in der Regel in der Investition kostenintensiver, als es die Mittel für den Sozialwohnungsbau zulassen.

Wir bringen energieeffiziente Bauweisen nach den Kriterien für KfW-40-Plus-Effizienzhäuser im Sozialwohnungsbau zum Einsatz.

STEFAN SCHAUTES | Bereichsleiter Neubau und Prokurist der HOWOGE

Energieeffiziente Bauweisen für den sozialen Wohnungsneubau

Doch damit wollte und will sich die HOWOGE nicht abfinden. Stefan Schautes, Bereichsleiter Neubau und Prokurist: „Unser Anspruch ist, Energieeffizienz und Materialwahl schon in der Planung mitzudenken und Neubauten so zu bauen und zu vermieten, dass sie für unsere Mieter:innen bezahlbar bleiben.“ Im Forschungsvorhaben „Kostengünstiger und zukunftsfähiger Geschosswohnungsbau im Quartier“ haben fünf Wohnungsbaugesellschaften zusammen mit Herrn Dr. Burkhard Schulze Darup und weiteren Projektpartnern Lösungsansätze erarbeitet und modellhaft umgesetzt. Der ursprünglich geplante Standard für das neue Quartier Sewanstraße 20/22 wurde in einem integralen Planungsprozess neu diskutiert, weiterentwickelt, realisiert und bereits vermietet.

Die Technologie ist da – ihre Kombination ist neu

Die beiden Wohnhäuser wurden derartig optimiert, dass sie nun die Kriterien für KfW-40-Plus-Energieeffizienzhäuser erfüllen. Die kompakte Gebäudehülle und das optimierte System der Be- und Entlüftung verringern Wärmeverluste und senken den Heizbedarf. Dezentrale Trinkwasserstationen vermeiden Zirkulation und verhindern, dass das Wasser auf dem dann sehr kurzen Weg zum Hahn an Wärme verliert. Die Baukosten sind durch die zusätzlichen technischen Verbesserungen (Lüftungsanlage, Photovoltaikanlage und Batteriespeicher) zwar um etwa 900.000 Euro gestiegen. Weil das Gebäude den Förderstandard KfW-40-Plus erreicht, bekommt die HOWOGE aber einen Teil der Kredite erlassen. Unter dem Strich bleiben die Ausgaben daher gleich.

Die Erkenntnisse des Projektes werden in die Fachwelt und die Politik kommuniziert.

Das wird bald für noch mehr Menschen möglich sein. Im Forschungsprojekt "Bezahlbares und zukunftsfähiges Bauen und Wohnen" wertet nun das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) die Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Bauprojekt Sewanstraße aus - damit noch mehr Wohnungsbaugesellschaften künftig darauf zurückgreifen können.

Housing Europe

In der von BBC StoryWorks produzierten Filmreihe zeigt Housing Europe zukunftsweisende soziale und bezahlbare Wohninitiativen in ganz Europa. Unser Neubau in der Sewanstraße 20/22 in Berlin-Lichtenberg wurde ausgewählt, Teil dieser Produktion zu sein. Das Video wurde als Werbeproduktion auf bbc.com/StoryWorks veröffentlicht und wurde für die HOWOGE von BBC StoryWorks, eine Abteilung für kommerzielle Inhalte von BBC Global News, produziert.

Hier geht es zum Video.

Bundespreis Umwelt und Bauen

Umweltpreis

Die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH wurde mit dem Bundespreis "UMWELT & BAUEN - für nachhaltige Gebäude, Quartiere und ökologische Innovationen" ausgezeichnet. Die HOWOGE erhielt den Preis in der Kategorie „Wohngebäude" für das Quartier Sewanstraße 20/22 mit 99 Wohnungen in Berlin-Lichtenberg.

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Kostengünstiger und zukunftsfähiger Geschosswohnungsbau im Quartier wurde gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Den ausführlichen Abschlussbericht zum Forschungsprojekt finden Sie hier:

www.dbu.de


Bildquellen:
Klaus Dombrowsky
Housing Europe, BBC StoryWorks