Bildunterschrift: „Schematische Darstellung geplanter Schwammstadt-Maßnahmen; Details zu Dachbegrünung und Versickerung im Text dieser Seite."
Auf dem 5-geschossigem Gebäude entstehen weitere 22 Wohneinheiten.
Mehr erfahrenDas erfordert Expertise.
Die HOWOGE nimmt die Idee der “Schwammstadt” sehr ernst. Auf diese Weise will sich Berlin auf den Klimawandel einstellen: bei Regen den oberirdischen Abfluss des Wassers verlangsamen und es im Boden speichern, verdunsten oder nutzen, wenn es trocken ist. Gut sichtbar wird das in den Johannisgärten der HOWOGE. Dort wurde wasserdurchlässiges Material zur Pflasterung genutzt, wo es die Barrierefreiheit zuließ, befinden sich beispielsweise Lücken im Wegepflaster, damit das Wasser in die Erde sickern kann. Denn die Erderhitzung macht das Wetter extremer. Es gibt häufiger Starkregen, der zu Überschwemmungen führen kann, aber auch Dürreperioden nehmen zu. Deshalb ist es wichtig, Regenwasser möglichst zu speichern und bestenfalls sogar weiter zu nutzen, beispielsweise zur Bewässerung. Als Wohnungsbaugesellschaft sorgt die HOWOGE bereits heute auf verschiedene Arten dafür, dass Regen gut abläuft und im Boden gehalten wird.
Um in der wachsenden Stadt Berlin Wohnraum ohne Bodenversiegelung zu schaffen, setzt die HOWOGE auf Dachaufstockungen. Wo in die Fläche gebaut wird, kommt es auf die Gestaltung der Außenanlagen an. Dazu gibt es bei der HOWOGE eigens eine Projektleiterin Landschaftsarchitektur. Sie arbeitet bei Bauprojekten an Fragen klimaangepasster Begrünung und entsprechender Gestaltung der Außenflächen, Zufahrten und Wege. Eine weitere wichtige Rolle spielen die Dachflächen. Hier baut die HOWOGE je nach Standort und Gebäudetyp begrünte Dächer oder sogenannte Retentionsdächer. Damit dient auch die Dachfläche als Zwischenspeicher, die über das Fallrohr Wasser verzögert nach unten abgibt. Dort füllt es Versickerungsmulden in den Grünflächen, in denen das Wasser langsam in den Boden oder ins Grundwasser versickert. Ähnlich funktionieren Rigolen, im Boden versenkte Tanks mit Löchern. Sie verlangsamen bei Starkregen den Abfluss ins Erdreich. Gibt es viele solcher Maßnahmen, laufen weniger Keller voll und die Kanalisation wird entlastet. Maßnahmen im Rahmen der „Schwammstadt“ steigern zusätzlich die Wohnqualität der Anwohnenden, da mehr Pflanzen und weniger Versiegelung Verdunstung fördern und das Mikroklima verbessert wird.
Bei der Planung neuer Wohnhäuser bedeutet das auch, möglichst auf Kellerräume zu verzichten. Denn viele Keller und Tiefgaragen bilden eine Barriere für das Grundwasser. Diese Vorkehrungen für eine klimaangepasste Stadt machen den Neubau gleichzeitig kostengünstiger und barrierefreier.
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