Kleines Grundstück, große Schule: HOWOGE übergibt Heinrich-Hertz-Gymnasium an den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg

Schulbau
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Berlin, 04.09.2026. Das neue Heinrich-Hertz-Gymnasium nahe dem Ostbahnhof ist fertiggestellt. Nach 26 Monaten Bauzeit übergibt die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH den Neubau heute an den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Gemeinsam mit Staatssekretär Dr. Torsten Kühne, Bezirksstadtrat Andy Hehmke, der Schulleitung und weiteren Gästen wird der neue Schulstandort bei einem Rundgang vorgestellt. Auf dem nur rund 6.700 Quadratmeter großen Grundstück ist ein fünfgeschossiges Schulgebäude mit 784 Schulplätzen entstanden – 166 mehr als am bisherigen Standort.

Das Heinrich-Hertz-Gymnasium ist derzeit noch in einem denkmalgeschützten Schulgebäude in der Rigaer Straße untergebracht.

Neben dem Heinrich-Hertz-Gymnasium wurden 2026 vier weitere weiterführende Schulen fertiggestellt, darunter die Gemeinschaftsschule Adlershof mit rund 1.400 Schulplätzen als größte Neubauschule der Berliner Schulbauoffensive.

Das Heinrich-Hertz-Gymnasium ist damit die fünfte Schule, die die HOWOGE in diesem Jahr fertigstellt. Entworfen wurde der Neubau von AFF Architekten GmbH, die Bauausführung übernahm die ZECH Hochbau AG.

Kleines Grundstück – doppelte Fläche

Das Grundstück zwischen der Langen Straße und der Müncheberger Straße war eine besondere Herausforderung: Auf einer Fläche von nur rund 6.700 Quadratmetern musste ein vierzügiges Gymnasium samt Pausen- und Erholungsflächen untergebracht werden.

Die Lösung liegt in der Höhe: Der fünfgeschossige Baukörper nutzt die Dachflächen als zusätzliche Freiräume. Dort entstehen auf 1.500 Quadratmetern grüne Klassenzimmer und Pausenflächen. So verfügt das Gebäude selbst über eine Brutto-Geschossfläche von rund 14.000 Quadratmetern – also rund doppelt so viel Fläche wie das Grundstück.

Der eigentliche Schulhof ist ebenfalls multifunktional gestaltet und bietet Bereiche für Bewegung, Erholung und individuelle Aktivitäten der Schulgemeinschaft.

Eine weitere Besonderheit findet sich im Eingangsbereich: Von der Langen Straße führt ein kleiner Vorplatz in ein offenes Foyer. Von dort gelangt die Schulgemeinschaft direkt zur Mensa, zu Mehrzweck- und Musikräumen sowie zur Verwaltung. Eine zentrale Schultreppe verbindet die darüberliegenden Lernbereiche und dient gleichzeitig als Treffpunkt.

Acht Compartments, zugeschnitten auf das Heinrich-Hertz-Gymnasium

Das grundständige Heinrich-Hertz-Gymnasium ist bundesweit für sein naturwissenschaftliches Schulprofil bekannt. Der Neubau wurde deshalb nicht nach einem standardisierten Raumprogramm geplant. Gemeinsam mit der Schulgemeinschaft, dem Bezirk und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wurde ein individuelles Raumprogramm entwickelt.

Im Ergebnis entstehen acht Compartments: ein Compartment für die Primarstufe für die fünften und sechsten Klassen sowie sieben Fachraum-Compartments. Dazu gehören unter anderem ein eigenes Physik-Compartment sowie ein kombiniertes Chemie- und Biologie-Compartment.

Die Schulgemeinschaft wurde bereits in der Bedarfsplanung sowie im Architekturwettbewerb beteiligt. Die Schulleiterin nahm mit Stimmrecht an den Sitzungen des Auswahlgremiums teil, Schülerinnen und Schüler waren als Sachverständige eingebunden. In Workshops und Coachings wurden sie auf ihre Rolle vorbereitet und setzten sich mit Fragen der Architektur auseinander. Im anschließenden Austausch mit den Planungsteams konnten sie ihre Anforderungen direkt einbringen.

Vom Biotop bis zum grünen Klassenzimmer

Auch bei den Außenanlagen wurde nach Lösungen gesucht, die zur besonderen Situation des Grundstücks passen. Ein bestehendes Feuchtbiotop inklusive Teich des bisherigen Schulstandorts wird am neuen Gymnasium neu angelegt.

Für den Bau wurden Holz-Hybrid-Deckenelemente und CO₂-reduzierter Beton eingesetzt. Gleichzeitig sind die Flächen und Anschlüsse so vorbereitet, dass die Photovoltaikanlage zu einem späteren Zeitpunkt erweitert werden kann.

Die neue Sporthalle entsteht parallel in der nahe gelegenen Fredersdorfer Straße und wird von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen errichtet. Sie soll neben dem Heinrich-Hertz-Gymnasium auch weitere Schulen im Umfeld mit Sporthallenkapazitäten versorgen.

Neuer Standort für das Heinrich-Hertz-Gymnasium

Das Heinrich-Hertz-Gymnasium ist derzeit noch in einem denkmalgeschützten Schulgebäude in der Rigaer Straße untergebracht. Mit dem Neubau erhält das Gymnasium einen modernen Standort, an dem die bestehende naturwissenschaftliche Ausrichtung weiterentwickelt werden kann.

Neben dem Heinrich-Hertz-Gymnasium wurden 2026 vier weitere weiterführende Schulen fertiggestellt, darunter die Gemeinschaftsschule Adlershof mit rund 1.400 Schulplätzen als größte Neubauschule der Berliner Schulbauoffensive.

Bildmaterial finden Sie unter folgendem Link: Bitte beachten Sie das Copyright im Dateinamen. Fotos von der Veranstaltung werden in Kürze ergänzt: https://howoge.kontainer.com/shared/Q1kN7TFtNk04aoDd7URolpq3aMTrVYAd

Zitate:

Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär für Schulbau und Schuldigitalisierung: „Im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive sind bisher allein 41 neue Schulgebäude und über 62.000 zusätzliche Schulplätze entstanden – darunter auch der kompakte und architektonisch anspruchsvolle Neubau des Heinrich-Hertz-Gymnasiums am Ostbahnhof. Die HOWOGE hat sich bei diesem Neubau erneut als verlässlicher Partner erwiesen. Mein Dank gilt allen Beteiligten bei diesem Schulbauprojekt, wo aufgrund der begrenzten Grundstücksflächen sehr viel Kreativität erforderlich war.  Ich freue mich sehr, dass das neue Schulgebäude mehr Raum für moderne Pädagogik bietet als der bisherige Standort in der Rigaer Straße. 200 zusätzliche Schulplätze konnten wir hier für das traditionsreiche Heinrich-Hertz-Gymnasium schaffen, das als MINT-Schule berlin- und bundesweit anerkannt ist. Am bisherigen Standort des Gymnasiums wird der Bezirk weitere dringend benötigte Schulplätze für die vielen Familien im Bezirk bereitstellen. Wir wissen alle: Berlin wird auch in den nächsten Jahren neue Schulplätze brauchen.“

Andy Hehmke, Bezirksstadtrat für Schule, Sport und Facility Management, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg: „Durch die exzellente Zusammenarbeit zwischen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, der HOWOGE, dem Bezirksamt und der von Beginn an einbezogenen, sehr aktiven Schulgemeinschaft war es möglich, den Neubau des Heinrich-Hertz-Gymnasiums am Friedrichshainer Ostbahnhof trotz einiger Herausforderungen erfolgreich abzuschließen. Einmal mehr zeigt sich die Innovations- und Lösungsfähigkeit der öffentlichen Hand und der HOWOGE als landeseigenes Unternehmen bei der erfolgreichen Umsetzung der Schulbauoffensive. Eine der bekanntesten und profiliertesten Schulen Berlins wird am Ostbahnhof mit deutlich mehr Kapazität als bisher beste Bedingungen für eine erfolgreiche Schulentwicklung erhalten.“

Inga Stein-Barthelmes, Geschäftsführerin der HOWOGE: „Mit dem Heinrich-Hertz-Gymnasium hat die HOWOGE die fünfte weiterführende Schule in diesem Jahr fristgerecht fertiggestellt. Das ist ein starkes Signal für die Verlässlichkeit der Berliner Schulbauoffensive. Zugleich zeigt der Neubau, dass auch anspruchsvolle innerstädtische Standorte erfolgreich umgesetzt werden können – mit moderner Architektur und einem klaren Blick auf die Bedürfnisse der Schulen.“

Daniela Riedel, Bereichsleiterin Schulbau, HOWOGE: „Bei diesem Bauvorhaben mussten wir auf einem sehr kleinen und innerstädtischen Grundstück viel unterbringen. Deshalb haben wir nicht nur in die Höhe gebaut, sondern auch die Dachflächen als Lern- und Aufenthaltsräume einbezogen. Gleichzeitig konnten wir die Planung eng auf das naturwissenschaftliche Profil des Heinrich-Hertz-Gymnasiums zuschneiden. Dass dafür die Schulgemeinschaft bereits im Architekturwettbewerb beteiligt war, hat die Planung maßgeblich geprägt.“

Maik Heine, Niederlassungsleiter Berlin, ZECH Hochbau AG: „Auf engstem innerstädtischem Raum ist ein moderner und hochfunktionaler Schulstandort entstanden, der sehr individuell auf die Bedürfnisse der Schulgemeinschaft zugeschnitten ist. Gerade die begrenzten Platzverhältnisse und die anspruchsvolle Baustellenlogistik haben eine enge Abstimmung und viel Engagement aller Beteiligten verlangt. Umso stolzer sind wir auf das Ergebnis und darauf, mit unserer Arbeit einen Ort geschaffen zu haben, an dem künftig 784 Schülerinnen und Schüler lernen und sich entwickeln können. Mein großer Dank gilt unserem Projektteam und allen Partnern, die zum erfolgreichen Abschluss dieses Projekts beigetragen haben.“

Ulrike Dix, Geschäftsführerin AFF Berlin: „Für uns bei AFF Architekten ist die Übergabe einer Schule immer ein emotionaler Moment. Ein Stück weit ist es wie mit den eigenen Kindern: Irgendwann kommt der Augenblick des Loslassens – im Vertrauen darauf, dass das Geschaffene seinen Platz findet. Nun beginnt die Geschichte dieses Hauses. Wir wünschen allen, die es mit Leben füllen, von Her(t)zen alles Gute.“

Über die HOWOGE

Die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH ist eines der landeseigenen Wohnungsunternehmen des Landes Berlin. Mit einem eigenen Wohnungsbestand von rund 83.300 Wohnungen (Stand: 30.06.2026) gehört das Unternehmen zu den größten Vermietern deutschlandweit. Die HOWOGE will ihr Wohnungsportfolio insbesondere durch Neubau mittel- bis langfristig auf rund 100.000 Wohnungen erweitern. Als Teil der Berliner Schulbauoffensive übernimmt die HOWOGE zudem Neubau und Großsanierungen von Schulen.

„Wir gestalten das Berlin der Zukunft lebenswert. Mehr als gewohnt.“

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