Richtfest für klimafreundliches Wohnquartier mit 173 Wohnungen in Berlin-Lichtenberg

Neubau
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Visualsierung mit Weitsicht auf die Straße mit gehenden Menschen und der Vorderseite des Gebäudes. Der untere Teil des Gebäudes hat eine Holzfassade.
Visualsierung mit Weitsicht auf die Straße mit gehenden Menschen und der Vorderseite des Gebäudes. Der untere Teil des Gebäudes hat eine Holzfassade.
Berlin, 21.05.2026. Die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH errichtet am Rosenfelder Ring in Berlin-Lichtenberg ein klimafreundliches Wohnquartier mit insgesamt 173 Wohnungen. Das Projekt entsteht in Holzhybridbauweise auf einem rund 6.000 Quadratmeter großen Grundstück im Ortsteil Friedrichsfelde Ost. Mindestens die Hälfte der Wohnungen wird nach den Vorgaben der Kooperationsvereinbarung der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften mit dem Land Berlin mietpreis- und belegungsgebunden vermietet. Die Fertigstellung ist für Dezember 2026 geplant.

Heute wurde in Anwesenheit von Prof. Petra Kahlfeldt, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin für Stadtentwicklung, Martin Schaefer, Bezirksbürgermeister von Lichtenberg, sowie Camilla Schuler, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, der Richtkranz für die Neubauten gehisst.

Die Planung des Neubaus in der Genehmigungsphase verantworten Winking Froh Architekten, Generalunternehmer ist die B&O Bau und Gebäudetechnik GmbH gemeinsam mit WeberBrunner für die Ausführungsplanung.

Vielfältiger Wohnraum in Holzhybridbauweise

Errichtet werden zwei achtgeschossige Wohngebäude mit insgesamt rund 10.600 Quadratmetern Wohnfläche. Das vordere Gebäude verfügt zusätzlich über einen zweigeschossigen Vorbau mit 23 Maisonettewohnungen. Insgesamt entstehen 1- bis 5-Zimmer-Wohnungen mit Balkon, Terrasse oder Außensitzbereich.

Architektonisch prägend sind unter anderem die repräsentativen Eingangsbereiche, die von Bäumen durchwachsen werden, begrünte Innenhöfe sowie die offene Laubengangerschließung. Das Projekt setzt zudem auf einen hohen Vorfertigungsgrad: Zum Einsatz kommen industriell vorgefertigte Holzfassadenelemente inklusive Fenster sowie Fertigbäder. Dadurch können Bauabläufe effizienter und ressourcenschonender umgesetzt werden. Alle Wohnungen werden schwellenarm errichtet, 50 Prozent sind barrierefrei zugänglich. Aufzüge ermöglichen den barrierefreien Zugang zu allen Geschossen. Darüber hinaus entstehen mehr als 300 Stellplätze für Fahrräder und Lastenräder.

Fossilfreie Energieversorgung und nachhaltiges Quartier

Das Quartier erfüllt den Energiestandard EEH 40 und wird als Nur-Strom-Haus realisiert. Die Energieversorgung erfolgt vollständig ohne fossile Energieträger. Photovoltaikanlagen auf den begrünten Dächern erzeugen grünen Strom, Wärmepumpen übernehmen die Wärmeversorgung. Extensive Dachbegrünungen, Biodiversitätsdächer, Regenwasserbewirtschaftung sowie neue Baumpflanzungen ergänzen das ökologische Konzept. Die verwendeten Holzbauelemente binden zusätzlich CO₂.

Vermietungsstart im Herbst: Anspruch auf WBS prüfen

86 der insgesamt 173 Wohnungen werden an Inhaberinnen und Inhaber eines Wohnberechtigungsscheins (WBS) vermietet. In diesem Projekt stehen Wohnungen für die WBS-Stufen 100, 140, 180 und 220 zur Verfügung. Damit haben auch Haushalte mit mittleren Einkommen Anspruch auf eine geförderte Wohnung. So wird der WBS 220 beispielsweise an Ein-Personen-Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von bis zu 2.200 Euro vergeben. Ob Anspruch auf einen WBS besteht, entscheidet das zuständige Bezirksamt. Eine erste Orientierung bietet der WBS-Rechner des Landes Berlin. Weitere Informationen unter: https://www.howoge.de/immobiliensuche/wbs-rechner.html

Der Vermietungsstart für den Rosenfelder Ring ist für Herbst 2026 vorgesehen. Interessierte können sich auf der HOWOGE-Webseite sowie über den Instagram-Kanal der HOWOGE über den konkreten Vermietungsstart informieren lassen.

Zitate

Prof. Petra Kahlfeldt, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin für Stadtentwicklung: „Einmal mehr ist die Howoge ein verlässlicher Partner, um neuen Wohnraum für die Berlinerinnen und Berliner zu schaffen. Dabei vereint das Landeseigene Wohnungsunternehmen die Anforderungen nach bezahlbarem, klimagerechtem und sozialem Wohnungsbau und wird gleichzeitig den verschiedenen Lebensentwürfen ihrer Mieterinnen und Mietern gerecht. Insgesamt entstehen am Lichtenberger Rosenfelder Ring 173 zur Hälfte geförderte neue Wohnungen in Holzhybridbauweise. Das bedeutet ein neues Zuhause für rund 350 Berlinerinnen und Berliner.“

Martin Schaefer (CDU), Bezirksbürgermeister von Lichtenberg: „Ein klimafreundlicher Ansatz im Wohnungsneubau ist heutzutage unerlässlich, da er sowohl die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner steigert als auch die urbane Resilienz stärkt. Ich bin mir sicher, dass das Angebot geförderter und auch barrierefreier Wohnungen gut angenommen wird und hoffe, dass auch der grüne Innenhof zu einem lebendigen Ort der Gemeinschaft wird. Allen Beteiligten wünsche ich unfallfreies Bauen und viel Erfolg für die Fertigstellung.“

Camilla Schuler (Die Linke), Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Bauen und Facility Management: „Es ist sehr erfreulich, dass am Rosenfelder Ring neuer Wohnraum entsteht, der unserer Nachbarschaft echten Halt gibt und bezahlbare Mieten ermöglicht. Besonders die geförderten Wohnungen sind für mich ein ganz entscheidendes Zeichen: Sie zeigen, dass wir in Berlin daran arbeiten, dass Wohnen kein Luxus, sondern ein Recht für alle bleibt. Dass dieses Projekt zudem auf Nachhaltigkeit setzt – von ökologischer Bauweise über Photovoltaik bis hin zu begrünten Dächern – macht es zu einem Ort, an dem Menschen nicht nur wohnen, sondern gerne leben wollen.“

Inga Stein-Barthelmes, Geschäftsführerin der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH: „Bezahlbarer Wohnraum muss heute schnell, klimafreundlich und in hoher Qualität entstehen. Genau das zeigen wir am Rosenfelder Ring. Wir schaffen hier nicht einfach Wohnungen, sondern ein Quartier, das dauerhaft funktioniert – sozial, ökologisch und städtebaulich. Serielles Bauen hilft uns dabei, diesen Anspruch effizient umzusetzen.“

Dr. Friederike Münn, Geschäftsführerin B&O Bau und Gebäudetechnik: „Das Quartier in Lichtenberg steht für zukunftsfähiges Bauen: seriell vorgefertigt, ressourcenschonend und zugleich architektonisch anspruchsvoll. Mit industriell hergestellten Elementen und moderner Gebäudetechnik schaffen wir Effizienz auf der Baustelle und Nachhaltigkeit im Ergebnis.“

Über die HOWOGE

Die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH ist eines der kommunalen Wohnungsunternehmen des Landes Berlin. Mit einem eigenen Wohnungsbestand von rund 83.000 Einheiten Wohnungen (Stand: 31.12.2025) gehört das Unternehmen zu den größten Vermietern deutschlandweit. Die HOWOGE will ihr Wohnungsportfolio insbesondere durch Neubau mittel- bis langfristig auf rund 100.000 Wohnungen erweitern. Als Teil der Berliner Schulbauoffensive übernimmt die HOWOGE zudem Neubau und Großsanierungen von Schulen.

„Wir gestalten das Berlin der Zukunft lebenswert. Mehr als gewohnt."

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