Birk Heilmeyer und Frenzel Gesellschaft von Architekten mbH

Architektur:
Birk Heilmeyer und Frenzel Gesellschaft von Architekten mbH

Landschaftsarchitektur:
KRAFT.RAUM.

Tragwerksplanung:
Merz kley partner 

Technische Gebäudeausrüstung:
TEAM FÜR TECHNIK

Erläuterungsbericht

Städtebauliches und architektonisches Konzept

Die städtebauliche Situation erfordert eine sorgfältige Einbindung der neuen Gemeinschaftsschule in ein heterogenes Umfeld. Das Baufeld wird von unterschiedlichsten Nutzungen umgeben – Wohnbebauung, öffentliche Einrichtungen sowie soziale Infrastruktur prägen die unmittelbare Nachbarschaft. Das denkmalgeschützte Amtsgericht Wedding und der Brunnenplatz mit seiner Grünanlage bilden dabei wichtige städtebauliche Orientierungspunkte und verleihen dem Quartier einen ordnenden Rahmen. Das fünfgeschossige Mahngericht, das 1917 als Ledigenwohnheim errichtet wurde, erhält durch den Neubau der Sporthalle in Höhe und Straßenflucht eine konsequente städtebauliche Fortführung. Die zweigeschossige Sporthalle wird an der Stelle der bestehenden Halle neu errichtet und übernimmt dabei die Traufhöhe des Mahngerichts. Über einen teilweise überdachten Eingangshof, der sich zur Schönstedtstraße orientiert, entsteht eine einladende Verbindung zwischen Sporthalle und Schulgebäude, wie auch eine klare Adresse für Schule, Sporthalle und Nachmittagsbetreuung.

Entlang der Pankstraße wird der Blockrand im Erdgeschoss vollständig geschlossen. Das Baukörperensemble zeigt sich zur Schönstedtstraße fünfgeschossig und zur Pankstraße in einer Kombination aus fünf- und viergeschossigen Gebäudeteilen. Durch den gezielten Rücksprung des mittleren Baukörpers entstehen großzügige Fugen, die die Struktur der Compartments ablesbar machen und die Fassadenabwicklung in einen angemessenen, wohldefinierten Maßstab gliedern.

Die im Lageplan ablesbare Baukörperform der zwei verschobenen Rechtecke beruhen auf einer funktionalen Umsetzung der Raumzusammenhänge in den Compartements. Eine Höhenabnahme der Baukörperabfolge von Fünf-, zu Vierzu einer Dreigeschossigkeit vermittelt zwischen der stark befahrenen Pankstraße und dem gegenüberliegenden idylischen Grünraum an der Panke. Die mittig auf dem Grundstück gelegenen Baukörper der Primarstufe gliedern das Wettbewerbsareal in differenzierte Außenräume.
Die im Lageplan ablesbare Baukörperfigur aus zwei zueinander versetzten Rechtecken basiert auf der funktionalen Umsetzung der Raumzusammenhänge in den Compartments. Eine abgestufte Höhenentwicklung – von fünf über vier auf drei Geschosse – vermittelt dabei zwischen der stark befahrenen Pankstraße und dem gegenüberliegenden, idyllischen Grünraum an der Panke. Die mittig auf dem Grundstück positionierten Baukörper der Primarstufe gliedern das Wettbewerbsareal zudem in klar gefasste, differenzierte Außenräume.

Das gesamte Gebäudeensemble erhält eine Holzfassade mit einer graugrünen Lasur, die das traditionelle „Berliner Grün“ aufgreift – jenes Grün, das bei hölzernen Türen, Toren und Fenstern verwendet wird und auch am benachbarten Mahngericht zu finden ist. Der Sockelbereich entlang der Pank- und Schönstedtstraße bildet eine Ausnahme: Aus Gründen der Robustheit kommen hier graugrün eingefärbte Betonfertigteile zum Einsatz. Der gewählte Farbton harmoniert hervorragend mit den hellbeigen Putzfassaden des Mahngerichts. So wird gewährleistet, dass trotz der gestalterischen Eigenständigkeit der Fassaden von Schule und Sporthalle, im Straßenraum ein stimmiges und hochwertiges Gesamtbild entsteht.

Innere Organisation und Funktionalität

Vom Eingangshof an der Schönstedtstraße gelangt man direkt in das multifunktionale Schulfoyer. Auf der gegenüberliegenden Seite schließen sich die Mensa und die Cafeteria an. Der Speiseraum der Mensa kann bei Bedarf durch den Mehrzweckraum mit Bühne erweitert werden. Ein Musikraum kann ebenfalls dem Foyer zugeordnet werden. Weitere Fachräume für Musik orientieren sich zur Pankstraße. Der Verwaltungsbereich besetzt die Gebäudeecke an der Pank- und Schönstedtstraße und hat Einsicht in den Eingangshof, was die soziale Kontrolle erleichtert. Vom Foyer aus besteht eine Blickbeziehung in das 1. Obergeschoss, wo sich die Bibliothek befindet. Deren Vorbereich öffnet sich zu einem Pausen- und Erholungsbereich für die Schülerinnen und Schüler auf dem Dach des Erdgeschosses. Der Bibliothek ist zudem ein Lesegarten mit Sonnenschutzelementen vorgelagert. In den beiden Baukörpern an der Pankstraße sind die Fachräume für Naturwissenschaften, Kunst, Textilarbeit sowie die Lehrküche untergebracht.
Ab dem 2. Obergeschoss sind die sechs Compartments der Sekundarstufe I angeordnet. Sie sind als wirtschaftliches Regelgeschoss organisiert und ermöglichen eine flexible Lehr- und Lernumgebung. Die Aufenthaltsqualität der Foren wird durch die vorgelagerten Loggien an der Außenfassade erhöht. Die Sekundarstufe II bildet im 3. Obergeschoss den Abschluss. Auch hier erweitern zwei Forenbereiche die pädagogischen Möglichkeiten im Schulalltag. Im Übergangsbereich zum Förderzentrum im Erdgeschoss liegen die WAT – und Lernwerkstätten. In diesem Bereich öffnet sich ein zweiter Schulzugang in Richtung Wiesenstraße. Dieser wird auch von der Schülerschaft genutzt, die mit dem Fahrrad kommen oder mit dem Automobil oder Kleinbussen gebracht werden.

Wie gewünscht befindet sich das Förderzentrum für Geistige Entwicklung im Erdgeschoss. Beide Einheiten verfügen über einen barrierefreien Zugang zu einer ansprechenden Außenterrasse sowie zu angrenzenden Grünbereichen. Das abschlussorientierte Förderzentrum ist an gleicher Stelle im 1. Obergeschoss untergebracht. Die Primarstufe umfasst vier Doppel-Compartments, die auf das 1., 2. und 3. Obergeschoss verteilt sind. Analog zur Sekundarstufe sind die Grundrisse als Regelgeschosse ausgebildet. Der Teamraum ist so angeordnet, dass das Lehrpersonal beide Foren optimal überblicken kann. Die Foren orientieren sich zur Außenfassade und erhalten dadurch eine direkte natürliche Belichtung. Teilweise öffnen sie sich über integrierte Loggien nach außen, die die räumliche Qualität zusätzlich steigern und den Compartments eine feine Verzahnung von Innen- und Außenraum verleihen.

Freiraum

Die Freiraumgestaltung der Gemeinschaftsschule folgt dem Leitgedanken „ALLE – Gemeinsam – Stark“. Ziel ist ein inklusiver, klar strukturierter Außenraum, der individuelle Bedürfnisse berücksichtigt und zugleich das gemeinschaftliche Miteinander stärkt. Im Kontext des Autismus-Schwerpunktes bedeutet dies klare räumliche Strukturen, Orientierung, Rückzugsmöglichkeiten sowie differenzierte Aufenthaltsqualitäten, ohne separierende Räume zu schaffen. Integration wird räumlich erfahrbar.

Das Schulgelände ist in unterschiedliche Bereiche für Förder-, Primarstufe und Sekundarstufe gegliedert. Die altersgerechte Zonierung schafft differenzierte Spiel- und Aufenthaltsräume, bleibt jedoch bewusst offen und durchlässig, um Begegnung zu fördern.
Die Freiflächen sind entsprechend ihrer Nutzungsintensität organisiert: Belebte Zonen befinden sich im Bereich der Pausenflächen vor dem Gebäude sowie auf den Dachflächen des Erdgeschosses (Sekundarstufe und Außenbereiche der Bibliothek), Sport- und Bewegungsflächen sind seitlich an der Sporthalle angeordnet, während ruhigere Bereiche mit viel Grün liegen rückwärtig in Richtung der Panke.

Das Gelände kann durch Tore und Zaunelemente in mehrere Abschnitte unterteilt werden. So sind schulinterne, ganztägige und außerschulische Nutzungen – u. a. in Kooperation mit dem ALBA-Club – flexibel möglich. Der Haupteingangsbereich ist als großzügiges Atrium mit teilüberdachter Fläche gestaltet. Eine Grüninsel strukturiert den Raum, schafft Aufenthaltsqualität und unterstützt die Orientierung. Als identitätsstiftender Treffpunkt bildet er den Auftakt der Schulgemeinschaft. Dahinter schließt sich der Außensportbereich an, mit einem multifunktionalen Kleinspielfeld, das auch für die Nachmittagsnutzung, durch den Alba-Club, vorgesehen ist, einer 100-Meter-Laufbahn mit angrenzendem Weitsprungbecken sowie einer kleinen Tribüne entlang der begrünten Brandwand des Gerichtsgebäudes, die zum Zuschauen und Verweilen einlädt. Die Sportflächen sind klar gefasst und gut einsehbar und fördern Bewegung sowie soziale Interaktion.

Im Übergang zwischen Sportflächen und Schulgebäude ergänzt ein Amphitheater mit Bühnenfläche das Angebot und schafft gemeinsam mit den Außenflächen der Lernwerkstätten einen zentralen Ort für Unterricht, Austausch und Gemeinschaft im Freiraum.
In Richtung der Panke entwickelt sich ein ruhiger Landschaftsraum mit Spielund Kletterelementen sowie großzügigen Grünflächen. Dieser Bereich bietet insbesondere Schülerinnen und Schülern mit erhöhtem Rückzugsbedürfnis geschützte Aufenthaltsorte. Bodenbeläge, Wege und vegetative Strukturen schaffen überschaubare Teilräume, ohne abzuschotten. Der anschließende Schulgarten zeichnet sich durch seine kleinteilige Struktur aus. Hecken gliedern ihn in unterschiedliche Gartenräume, in denen gegärtnert, geforscht und gelernt werden kann. Die Struktur schafft Orientierung, klar definierte, überschaubare Einheiten und vielfältige Lernorte im Freien. Der Außenbereich der Mensa ist durch eine begrünte Insel gegliedert und wird von einer großzügigen Sitztreppe eingefasst. Diese verbindet zugleich das Erdgeschoss mit dem Pausenbereich auf dem Dach. Die Dachflächen sind extensiv begrünt und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Sie verbinden Klimaanpassung und nachhaltige Energiegewinnung.

Ein Fahrradweg erschließt das Gelände von der Orthstraße im Norden entlang der Panke und führt zum zentralen Fahrradstellplatz. Weitere Stellplätze befinden sich am Haupteingang bei der Sporthalle und stehen auch für außerschulische Nutzungen am Nachmittag zur Verfügung. Der PKW-Verkehr für Bring- und Lieferverkehr erfolgt als Einbahnstraße aus der Pankstraße in Richtung Wiesenstraße. 
Die Stellplätze sind mit Rasengittersteinen befestigt und anteilig gepflastert, um Barrierefreiheit und Versickerung zu gewährleisten.

Das Regenwassermanagement folgt dem Prinzip der dezentralen Bewirtschaftung. Niederschlagswasser wird vollständig über belebte Bodenzonen und in die Grünflächen integrierte Mulden versickert, ergänzt durch extensive und teilweise als Retentionsdächer ausgebildete Dachflächen. Versickerungsfähige Beläge unterstützen die flächige Aufnahme und Verdunstung. Mit einem Biotopflächenfaktor von 0,46 wird die Anforderung deutlich übertroffen.

Die Freiraumgestaltung verbindet Struktur und Offenheit, Aktivität und Rückzug, Individualität und Gemeinschaft. So entsteht ein inklusiver Lern- und Lebensort, der dem Leitgedanken „ALLE – Gemeinsam – Stark“ räumlich Ausdruck verleiht.

Konstruktion und Material

Die neue Schule ist konsequent als Holzbau entwickelt. Um den CO2- Fußabdruck zu minimieren wird Beton nur dort eingesetzt, wo er aus normativen Vorgaben unumgänglich oder aufgrund seiner Eigenschaften sinnvoll ist. Das sind im Wesentlichen die erdberührenden Bauteile, die Treppenhäuser und die Teile der Decke über dem Erdgeschoss in denen die Stützenstellung nicht mit den Obergeschossen übereinstimmt.
Das Holztragwerk ist als Skelettkonstruktion ausgebildet: Stützen und Träger entlang den Fassaden bzw. den Fluren bilden das primäre Tragwerk. Dazwischen spannen Holzbalken, die bei den Decken mit einer dünnen Betonschicht zu einem HBV-Querschnitt verbunden werden, um den Schallschutz zu gewährleisten und die Holzstruktur mit den aussteifenden Kernen zu verbinden. Die Holzbalken bleiben sichtbar und bestimmen die Raumwirkung. Die Zwischenräume der Träger werden mit Holzwollleichtbauplatten belegt, um die Raumakustik zu optimieren.
Die opaken Teile der Gebäudeaußenwände werden mit Holztafelbauelementen geschlossen. Insgesamt wurde eine einfache, robuste Bauweise gewählt, die aufgrund der großen Regelmäßigkeit wirtschaftlich ist und auch eine hohe Flexibilität im Ausbau ermöglicht.
Die gestapelten Sporthallen folgen der konstruktiven Logik der Klassentrakte. Die Holzträger der HBV-Decke und des Dachs sind so dimensioniert, dass die Anforderungen an Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Schallschutz von Turnhallen erfüllt werden.

Planungs- und Bauprozes

Die Planung der Gemeinschaftsschule soll als integraler Prozess mit BIM nach dem Prinzip „leanwood“ erfolgen – sie beinhaltet u.a. die frühzeitige Zusammenführung aller Disziplinen in einem gemeinsamen digitalen Modell. Bereits in den frühen Leistungsphasen entwickeln Architektur, Fachplanungen und das Holzbauunternehmen (siehe Partnering-Modell gem. Ausschreibung) das Tragwerk und die technischen Systeme im Kontext eines holzbaugerechten, elementierten Baukonzepts.
Das BIM-Modell dient als verbindliche Wissensplattform, in der geometrische, technische und ökologische Informationen transparent verknüpft sind. Lean-Methoden strukturieren den Ablauf durch klare Verantwortlichkeiten, kontinuierliche Abstimmungszyklen und eine rigorose Reduktion unnötiger Prozessschritte. Varianten lassen sich früh bewerten, Konflikte werden modellbasiert aufgelöst, und die Vorfertigung wird optimal auf den Schulbau abgestimmt. So entsteht ein effizienter und terminsicherer Planungsprozess, der die Potenziale des modernen Holzbaus vollständig ausschöpft. Durch den hohen Vorfertigungsgrad, die präzise Elementierung der Bauteile und die damit verbundene Optimierung der logistischen Abläufe wird zudem ein ressourcenschonender und störungsarmer Bauprozess ermöglicht, der eine schnelle, qualitätsgesicherte Montage auf der Baustelle gewährleistet.

TGA / Sanitärtechnik

Die Trinkwasserversorgung erfolgt gemäß den geltenden technischen Regeln unter Berücksichtigung der hygienischen Anforderungen nach DIN EN 806, DIN 1988 sowie der Trinkwasserverordnung.
Die Warmwasserbereitung wird entsprechend den jeweiligen Nutzungsanforderungen vorgesehen. In Bereichen mit geringem Bedarf, wie den Unterrichtsräumen, erfolgt die Versorgung dezentral über elektronische Durchlauferhitzer. Dadurch werden Speicherverluste vermieden und die Trinkwasserhygiene sichergestellt.
In Bereichen mit erhöhtem Warmwasserbedarf, insbesondere in der Sporthalle und der Mensa, erfolgt die Warmwasserbereitung zentral über Frischwasserstationen in Verbindung mit Pufferspeichern. Die Anlage ist für die Einbindung regenerativer Wärmequellen vorbereitet.
Durch kurze Leitungswege sowie eine bedarfsgerechte Dimensionierung der Rohrnetze wird ein hygienisch einwandfreier und wirtschaftlicher Betrieb gewährleistet.
Zur Reduzierung des Trinkwasserverbrauchs wird ergänzend die Nutzung von Regenwasser, beispielsweise für die Bewässerung der Außenanlagen und optional für WC-Spülungen, vorgesehen.

TGA / Wärmeversorgung und Heiztechnik

Die Wärmeversorgung erfolgt über einen Fernwärmeanschluss mit günstigem Primärenergiefaktor und ermöglicht eine nachhaltige und wirtschaftliche Beheizung des Gebäudes.
Die Wärmeverteilung innerhalb des Gebäudes erfolgt über Heizkörper. In der Sporthalle wird aufgrund der Nutzungsanforderungen eine Fußbodenheizung vorgesehen, die eine gleichmäßige Wärmeverteilung und gute thermische Behaglichkeit gewährleistet.
Die Regelung erfolgt über eine zentrale, witterungsgeführte Steuerung in Verbindung mit einer Einzelraumregelung, wodurch eine bedarfsgerechte und energieeffiziente Betriebsweise sichergestellt wird. Das System ist grundsätzlich so ausgelegt, dass eine zukünftige Einbindung regenerativer Energien, beispielsweise im Rahmen einer hybriden Versorgung mit Wärmepumpentechnik, möglich ist.

TGA / Lüftung und sommerlicher Wärmeschutz

Das Lüftungskonzept folgt einem hybriden Ansatz unter Nutzung der natürlichen Lüftungsmöglichkeiten des Gebäudes. Die Lüftung der Unterrichtsräume erfolgt vorrangig über Fensterlüftung. Zur Sicherstellung einer dauerhaft guten Raumluftqualität wird ergänzend eine mechanische Grundlüftung mit Wärmerückgewinnung vorgesehen. Die Anlagen werden bedarfsgerecht und in Abhängigkeit von der CO₂-Konzentration gesteuert. In Unterrichtsräumen, die an stark befahrene Straßen angrenzen, insbesondere im südlichen Gebäudeteil, wird das Lüftungskonzept unter Berücksichtigung der erhöhten Schallschutzanforderungen entsprechend angepasst. Hier wird die erforderliche Luftqualität auch bei geschlossenen Fenstern sichergestellt. Die Sporthalle erhält eine mechanische Zu- und Abluftanlage mit zugfreier Luftführung.
Zur Begrenzung sommerlicher Übertemperaturen wird ein abgestimmtes Konzept aus baulichen und gebäudetechnischen Maßnahmen umgesetzt. Dadurch kann auf den Einsatz einer konventionellen Kompressionskälteanlage verzichtet werden.

TGA / Elektrotechnik und Energieerzeugung

Die Dachflächen werden weitgehend mit Photovoltaikanlagen belegt und sind Bestandteil des energetischen Gesamtkonzeptes. Ziel ist eine möglichst hohe Eigenstromerzeugung zur Deckung des Eigenbedarfs und zur Reduzierung der CO₂-Emissionen im Betrieb. Die Beleuchtung wird in energieeffizienter LED-Technik ausgeführt und erfolgt mit tageslicht- und präsenzabhängiger Steuerung zur weiteren Reduzierung des Energieverbrauchs.

Brandschutz

Die Brandschutzkonzeption baut auf der Bauordnung für Berlin, dem Entwurf der nächsten Muster-Schulbau-Richtlinie, der MusterVersammlungsstättenverordnung sowie der Muster-Holzbau-Richtlinie auf. Es ist geplant im Erdgeschoss die Mensa und das Foyer als Versammlungsstätte zu nutzen. Beide Bereiche werden brandschutztechnisch voneinander getrennt, sodass Versammlungsräume mit nicht mehr als 1.000 m² entstehen, um die aus einer Überschreitung dieses Schwellenwertes resultierenden anlagentechnischen Konsequenzen zu umgehen.

Im Grundsatz wird die Schule in Compartments <800 m² unterteilt. Jeder Lernbereich hat zwei voneinander unabhängige bauliche Rettungswege, von denen im Regelfall einer über einen angrenzenden Lernbereich geführt wird. Im Norden werden die vertikalen Rettungswege direkt bis auf da Geländeniveau geführt.

Die südlichen Treppenräume werden in den Schulgarten auf dem Niveau des 1. Obergeschosses ins Freie geführt. Von dort führen redundante Außentreppen bis aus das Geländeniveau. Die Überschreitung der in der Muster-Holzbau-Richtlinie definierten Größenbeschränkung brandschutztechnisch getrennter Bereiche von 400 m² wird durch die Installation einer flächendeckenden Brandmeldeanlage kompensiert.