Das Schadow-Gymnasium im Bezirk Steglitz-Zehlendorf

Schadow-Gymnasium

Das Schadow-Gymnasium im Bezirk Steglitz-Zehlendorf liegt in direkter Umgebung zum S-Bahnhof Zehlendorf. Auf dem Grundstück befinden sich im Bestand zwei denkmalgeschützte Schulgebäude: Das 1914 errichte Hauptgebäude und das 1905 errichtete Gebäude der ehemaligen Beucke-Schule sowie ein ehemaliges Direktorenwohnhaus und eine Sporthalle mit 2 Hallenteilen. Ziel der Sanierung und des vorgeschalteten Partizipationsprozesses soll sein, die Atmosphäre der denkmalgeschützten Gebäude mit den Anforderungen des neuen Lernens zu vereinen. Dabei soll, unter Berücksichtigung der Bedarfe der Schulgemeinschaft, der Eingriff in die denkmalgeschützte Bausubstanz möglichst gering gehalten werden.

Planungs- und Baufortschritt

Partizipation

Um ein umfassendes Bild über den Sanierungsbedarf der Schule zu erhalten führte die HOWOGE, koordiniert durch das Architekturbüro Hausmann Architekten aus Aachen, ein umfassendes Beteiligungsverfahren in Form von mehrtägigen Workshops durch. Beteiligt waren Schulleitung, Verwaltung und das Kollegium des Gymnasiums, Schüler- und Elternvertreter, externe Nutzer:innen der Schule sowie das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf und die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Mehr Informationen zur Partizipation

Copyright: Hausmann Architekten


In Planung

Auf Grundlage der Ergebnisse aus dem Partizipationsverfahren ist die Vorplanung durch KbA Hausmann Architekten abgeschlossen. Durchgesetzt hat sich eine Lösung in Anlehnung an das Berliner Lern- und Teamhauskonzept. Um die Bedarfe bestmöglich umzusetzen, wird das bestehende Schadowgymnasium nicht nur saniert, sondern erhält auch einen Ergänzungsbau.

Der Bestand wird durch bauliche Maßnahmen an die aktuellen räumlichen Anforderungen des Schulbetriebs und den Stand der Technik angepasst. Fehlende Flächen werden in dem Ergänzungsbau untergebracht: eine 3-Feld-Sporthalle, die Mensa, die 10. Jahrgangsstufe sowie die Fachräume für Naturwissenschaften.



Im Bau

Begleiten Sie uns bei der Sanierung und Erweiterung des Schadow-Gymnasiums. Um Ihnen einen schnellen Überblick über das Sanierungsprojekt zu geben, finden Sie hier alle wichtigen Informationen.
Verfolgen Sie den zeitlichen Ablauf der einzelnen Bauphasen oder informieren Sie sich über die bestehenden Gebäude und dem Neubau auf dem Schulcampus:

Bauprojekt Übersicht

Bauteil Steckbriefe


Fertiggestellt

Daten und Fakten

Adresse

Beuckestraße 24-25, 27-29 und Anhaltiner Str. 10, 14163 Berlin - Steglitz Zehlendorf

Schultyp

Gymnasium

Zügigkeit

2-5

Schulplätze

950

Planung

    ARGE „Hausmann-kba-Planungsgemeinschaft“

Bauaufsicht

    Ed. Züblin AG

Baustart

2025

Bauende

2033

Verlauf

Warum dauert die Sanierung acht Jahre? An welcher Stelle passiert was und zur welcher Zeit? Um diese und weitere offenen Fragen zu klären, ist unten der Zeitstrahl zur Baustelle am Schadow-Gymnasium aufgelistet. 

Verweis: Stand Bauphasenplan 2025

Bauphase 9: Fertigstellung Außenanlagen & Gesamtmaßnahme
Bauphase 8: Rückbau Interim II (Bauteil F/G)
Bauphase 7: Sanierung Bauteil B
Bauphase 6: Sanierung Bauteil A
Bauphase 5: Interim I (Bauteil F/G)
Bauphase 4: Rückbau Interim I (Bauteil F) + Medieninfrastrukturmaßn.
Bauphase 3: Der Neubau entsteht – Errichtung von Bauteil C
Bauphase 2: Platz für Neues – Abriss der alten Sporthalle
Bauphase 1: Der Startschuss – Bereitstellung von Interim I

Steckbriefe Bauteile

  • Primarstufe JGS 5+6
  • Oberstufe JGS 11+12
  • Lernzentrum inkl. Bibliothek
  • Lernwerkstätten
  • 1-Fach Sporthalle inkl. Umkleiden
  • Verwaltung
  • Inklusionsbereich
  • Anzahl Geschosse: III
  • BGF (R+S): 8.516m²

Bestandteil der denkmalgeschützten Gebäudeanlage sind auch die gestalteten Gebäudevorflächen und die freie Hoffläche auf der Südseite. Eine außenliegende Fluchttreppe als Stahlkonstruktion an der Ostseite wird ergänzt.
Im Treppenauge des westlichen Treppenhauses wird eine neue Aufzugsanlage errichtet.
Um den Anforderungen an die Muster-Schulbau-Richtlinie zu entsprechen, werden v.a. im Bereich des ehem. Verwaltungsflügels (Südflügel) sowie dem gewendelten Treppenhaus (TR 5, Ostfassade) außenliegende Absturzsicherungen ergänzt.
Die Dachflächen werden teilweise mittels roter Biberschwanz Kronendeckung nach historischem Befund neugedeckt. Als Zu- und Fortluftöffnungen für die Lüftungsanlagen (RLT-Anlagen) im Dachgeschoss werden Fledermausgauben und Lüftungsgitter vorgesehen. An den jeweils straßenabgewandten Seiten ist teilweise eine PV-Anlage gemäß den Anforderungen des Berliner Solargesetzes geplant.
Die komplette Regenentwässerung (Regenrinnen, Einlaufkästen, Fallrohre, etc.) wird durch Kupferbauteile erneuert und ergänzt.
Im Untergeschoss wird in Teilen die Bodenplatte abgebrochen und Bodenkanäle für TGA-Leitungen hergestellt.


  • JGS 7, 8 und 90 Fachräume Musik
  • Fachräume Kunst
  • Mehrzweckraum
  • 1-Fach Turnhalle inkl. Umkleiden
  • Anzahl Geschosse: III + DG
  • BGF (R+S): 9.608 m²

In Bauteil B der Ostfassade wird ein neuer von der Fassade abgerückter außenliegender Aufzug hergestellt.
Die reich durchgliederten Putzfassaden mit ihren Absetzungen aus schwarzem und rotem Werkstein werden denkmalgerecht instandgesetzt.
Absturzsicherungen werden ergänzt. Die Schieferdächer inklusive der Regenentwässerung werden denkmalgerecht instandgesetzt.
Für die Lüftungsanlagen (RLT-Anlagen) im Dachgeschoss werden Lüftungsgitter in der Dachhaut vorgesehen.
Das Erdgeschoss liegt gegenüber dem Gelände um ca. 1,50m erhöht. Eine barrierefreie Herstellung der Erschließung des historischen Eingangs ist nicht möglich.
Die barrierefreie Erschließung erfolgt über den Campushof und den neu zu errichtenden Außenaufzug.


  • JGS 10
  • Fachräume Chemie
  • Fachräume Physik
  • Fachräume Biologie
  • Mensa
  • 3-Fach Sporthalle inkl. Umkleiden
  • Dachgarten
  • Geschossigkeit Hauptkörper: viergeschossig
  • Geschossigkeit Sporthalle: eingeschossig

Die bestehende 3-fach Sporthalle mit Mensa (Bauteil-C) wird zurückgebaut. An ihrer Stelle entsteht der Erweiterungsneubau das Bauteil-C (BT-C).
Zur Sicherstellung des Schulbetriebs während der Baumaßnahmen werden je nach Bauphase Interimsbauten (Interim I: Mensa, Interim II: Unterricht) auf dem Schulgrundstück zur Verfügung gestellt. Der neu zu errichtende Erweiterungsbau Bauteil-C bildet mit seiner großzügigen Mensa und Küche das neue Zentrum der Schule.
Eine als Außenraum konzipierte Passage verbindet die Freiflächen der Bauteile- A und B miteinander.
Außerdem sind in dem neuen Gebäude die naturwissenschaftlichen Fachräume sowie die Jahrgangsstufe 10 vorgesehen.
Die Fachräume werden durch offene Sammlungszonen, die zum Arbeiten genutzt werden können, komplettiert.
Die Dachfläche im 1.OG wird als Dachgarten genutzt. Die neue Dreifach-Sporthalle wird zur Hälfte in den Untergrund eingegraben und bildet mit dem Bereich der Mensa einen eingeschossigen Gebäudesockel oberhalb des Geländes.
Im Süden wird der Baukörper durch einen dreigeschossigen Riegel auf dem Sockelgeschoss ergänzt.


  • Externe Büro Nutzung durch Bezirk
  • Dienstwohnung Hausmeister

Das Gebäude wurde als Direktorenvilla zusammen mit dem Schulgebäude (Bauteil A) 1913 errichtet.
Architekt auch hier Paul Mebes unter Mitarbeit Gemeindebaumeister Karl Krug.
Zurückversetzt zur Bauflucht des Schulgebäudes, zweigeschossiges Wohnhaus mit Satteldach und Keller.
Haupterschließung von der Beuckestraße über halbrund vortretenden Erschließungsbereich in der Mittelachse mit Kupferkalotte.
Nebeneingang vom westlichen Hof, nach Süden Wintergarten mit Terrasse, darüber Balkon.
Die Architektur setzt die geradlinige Form mit backsteinsichtigen Fassaden des Schulgebäudes fort.
Davon abweichend hier Bogenfelder mit Zierverband über den Fenstern im Erdgeschoss, Fenster mit Verdachung und Klappläden.
Satteldach mit Biberschwanzkronendeckung und Fledermausgauben erhalten.
Nachträglicher Garagenanbau von 1939 an der Ostfassade. Das Brüstungsmauerwerk des westlichen Treppenaufgangs und der Terrasse wurden verändert.
Ebenerdige Erschließung von Norden über Windfang. Das Obergeschoss wird über das zentral zur Straße ausgerichtete Treppenhaus mit zweiarmiger Holztreppe,
zum Zwischenpodest gewendelt, erreicht. Mit Einrichtung einer kleineren Wohnung im Obergeschoss wurde das offene Treppenhaus abgetrennt.
Alle Wohnräume werden vom Treppenhaus erschlossen, meist Zimmer mit Verbindungstür.
Seit den 1970er Jahren abgesehen von laufenden Instandsetzungen unverändert.