Aufgabe & Wettbewerbsverfahren

Aufgabe

Am 28.01.2026 trat das Preisgericht in den Räumen der Zitadelle Spandau für den vierzehnten Schulbauwettbewerb der HOWOGE zusammen.
Die Wettbewerbsaufgabe Hochbaulicher und freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 Schule an der Jungfernheide (SAJ) bestand darin, auf dem nördlichen Erweiterungs-Grundstück Rohrdamm und Schuckertdamm 345 der Schule an der Jungfernheide in Berlin-Spandau eine Erweiterung der derzeitigen 4 -zügigen Sekundarschule (ISS) zu einer Gemeinschaftsschule mit der Zügigkeit 2-6-2 zu konzipieren (2-zügige Primarstufe, 6-zügige Sekundarstufe I und 2-zügige Sekundarstufe II)

Diese soll als inklusive Schwerpunktschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung (GE) realisiert werden. Zu den Neubauten der Schulerweiterung sollen zusätzlich eine Doppelsporthalle (6 Hallenteile), sowie die dazugehörigen Sport- und Freiflächen umgesetzt werden. Die Leistungen in Wettbewerb und Vergabeverfahren beziehen sich ausschließlich auf die Neubaumaßnahmen auf dem nördlichen Grundstück bestehend aus Erweiterungsneubau, Doppelsporthalle und schulischen Freiflächen mit Außensportanlagen. Es wurden insgesamt 15 Wettbewerbsarbeiten eingereicht.

Anlass und Ziel

Gegenstand des Wettbewerbs ist die Erarbeitung einer Vorentwurfskonzeption für die Bauwerksplanung des Schulneubaus der bestehenden ISS „Schule an der Jungfernheide“ zur Erweiterung auf eine Gemeinschaftsschule in Berlin-Spandau, Ortsteil Siemensstadt.

Aufgrund des Bevölkerungswachstums steht das Land Berlin vor der Aufgabe, den steigenden Bedarf an Schulplätzen in kurzer Zeit zu decken. Aus diesem Grund wurde durch den Senat die Berliner Schulbau Offensive (BSO) ins Leben gerufen, ein Investitionsprogramm zum Neubau und zur Sanierung von Berliner Schulbauten. Als landeseigene Wohnungsbaugesellschaft wurde der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH (nachfolgend HOWOGE) durch das Land Berlin im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive (BSO) die Errichtung von Schulneubauten im Bereich der Gymnasien und Sekundarschulen sowie die Durchführung von einigen Schulgroßsanierungsbauvorhaben übertragen.

In dieser Rolle führt die HOWOGE einen Architekturwettbewerb zur Vergabe von Generalplanerleistungen für den Neubau einer Gemeinschaftsschule mit Doppelsporthalle (6 Hallenteile) und zugehörigen ungedeckten schulischen Freiflächen- und Sportanlagen für die bestehende Schule an der Jungfernheide (SAJ) durch. Die Neubauten sollen auf dem bezirkseigenen Grundstück der ehemaligen Siemens-Sportanlage errichtet werden, das räumlich vom bestehenden Schulstandort getrennt liegt. 
Die derzeit als integrierte Sekundarschule (ISS) mit einer Zügigkeit 4-0, dem inklusiven Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ und einem naturwissenschaftlichen Profil betriebene Schule an der Jungfernheide befindet sich am Lenther Steig 1/3 in 13629 Berlin- Spandau/Ortsteil Siemensstadt auf einem Grundstück des Landes Berlin („Südgrundstück“). Dieses liegt unmittelbar südlich des Bahndammes der sogenannten Siemensbahn, die ca. 2028 wieder in Betrieb gehen soll.

Die bestehende Schule soll mit den Neubauten zusammen zu einer Gemeinschaftsschule mit der Zügigkeit 2-6-2 als inklusive Schwerpunktschule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung (GE)“ in jeweils 2 Zügen bis zum Ende der Sekundarstufe I erweitert werden. Perspektivisch ist zudem eine Fortführung bis zum Ende der Sekundarstufe II an der SAJ anzustreben. Dazu erhält die Schule ein zusätzliches Grundstück nördlich des Bahndamms für die Errichtung der Neubauten für die Schulerweiterung und einer Doppelsporthalle (6 Hallenteile), den zugehörigen Schulfreiflächen sowie ungedeckten Sportflächen für die gesamte Schulgemeinschaft. Auf dem Nordgrundstück wird daher nur ein Teil des Gesamt- Raumprogramms der Gemeinschaftsschule SAJ mit 2-3-2 Zügen abgebildet.

Die Leistungen in Wettbewerb und Vergabeverfahren beziehen sich ausschließlich auf die Neubaumaßnahmen auf dem Grundstück NORD bestehend aus Erweiterungsneubau, Doppelsporthalle und schulischen Freiflächen mit Außensportanlagen. Maßnahmen auf dem bestehenden Schulgrundstück SÜD (Sanierungsmaßnahme) sind nicht Gegenstand dieses Vergabeverfahrens und waren kein Bestandteil der Wettbewerbsaufgabe. Im Wettbewerb wird unter Hinblick auf die wirtschaftliche Lage im Landeshaushalt Berlin eine kompakte und ressourcenschonende bauliche Lösung erwartet.

Verfahren

Planungswettbewerb (RPW 2013)

Der Wettbewerb wurde nach den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) als einphasiger, nichtoffener, d.h. in der Teilnehmerzahl beschränkter Realisierungswettbewerb für Architektinnen und Architekten als Generalplaner mit anschließendem Verhandlungsverfahren gem. der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV) durchgeführt. Vorgeschaltet wurde ein Teilnehmerbewerbungs- und -auswahlverfahren durchgeführt. In die Aufgabe eingebunden wurden Vertreterinnen und Vertreter der Disziplinen Landschaftsarchitektur (gefordert) und Tragwerksplanung (optional) und Technische Gebäudeausrüstung (optional) Das Wettbewerbsverfahren war bis zum Abschluss anonym.

VgV-Verfahren

Verhandlungsverfahren gem. VgV, 2-stufig, mit vorlaufendem Teilnahmeauswahlverfahren.

Aufteilung der Preissumme

1. Preis: 66.000 € netto
3. Preis: 34.000 € netto
3. Preis: 34.000 € netto
2 Anerkennungen jeweils: 7.500 € netto