Architektur:
BEHLES & JOCHIMSEN Gesellschaft von Architekten mbH BDA
Landschaftsarchitektur:
michellerundschalk GmbH landschaftsarchitektur und urbanismus
Tragwerksplanung:
Volker Dick, Eisat GmbH
Architektur:
BEHLES & JOCHIMSEN Gesellschaft von Architekten mbH BDA
Landschaftsarchitektur:
michellerundschalk GmbH landschaftsarchitektur und urbanismus
Tragwerksplanung:
Volker Dick, Eisat GmbH
Das neue Schulhaus zeichnet die Form des ehemaligen Sportplatzes nach. Ein viergeschossiger Ring aus Unterrichtsräumen umfasst einen Zentralbau, der erdgeschossig Eingangshalle, Aula und Mensa aufnimmt, darüber zwei gestapelte Dreifachsporthallen. Dieser höhere Baukörper beinhaltet auch die Haupterschließung und trennt Schul- und Eingangshof, Primar- und Sekundarbereich. Im markanten Halbrund der beiden Gebäudeköpfe öffnen sich die Höfe jeweils doppelgeschossig und strahlenförmig nach außen – der Eingangshof macht zum Rohrdamm hin eine einladende Geste; der Schulhof erweitert sich analog in die südlich angrenzenden Außenanlagen der Schule und zum Nebeneingang von der Goebelstraße. Der wertvolle Baumbestand wird weitestgehend erhalten und ergänzt. Der Skelettbau in Stahlbeton-Holz-Hybridbauweise ist nachhaltig, flexibel und wirtschaftlich zu realisieren.
Aldo Rossi beschreibt in „Die Architektur der Stadt“ mit dem Begriff der „Permanenz“ die Fähigkeit von urbanen Artefakten, ihre Form beizubehalten, obwohl sich ihre Funktionen ändern. Wir verstehen das Grundstück als „Locus“, einen besonderen Ort im Sinne Rossis. Geprägt durch seine frühere Nutzung als Sportplatz haben sich die Form von Laufbahn und Spielfeld über die Topografie und eine imposante Baumkulisse in die Stadt eingeschrieben. Sie verankern den Ort bereits heute, über eine erste Nutzungsänderung hinweg, im „kollektiven Gedächtnis“.
Das neue Schulhaus besetzt den Raum wiederum in der Form einer „Arena“ als einer Figur der Gemeinschaft. Der längliche, viergeschossige Baukörper mit den beiden halbrunden Köpfen oszilliert zwischen Ruhe und Dynamik. Als Großform auch autonom lesbar, passt er dennoch in den Kontext der Großsiedlung Siemensstadt und macht sich zugleich am Rohrdamm präsent.
Der turmartige Zentralbau in Gebäudemitte mit einer Höhe von über 25 m und einem zeichenhaft mäandernden Dachabschluss ist gegenüber den äußeren, 10 m niedrigeren Fassaden so eingerückt, dass er vor allem in die Weite wirkt. Dieser „Nukleus“ gliedert den Binnenraum in einen Eingangshof und einen Schulhof. Beide öffnen sich doppelgeschossig und strahlenförmig nach außen – der Eingangshof im Westen macht zum Rohrdamm hin eine einladende Geste; der Schulhof im Osten erweitert sich analog in die südlich angrenzenden Außenanlagen der Schule. Die Lärmschutzwand wird an der Westseite des Grundstücks als geometrisch selbstverständliche Verlängerung der Wand zwischen Eingangshof und Rohrdamm bis fast an den Neubau herangeführt.
Die Vorgaben des in Aufstellung befindlichen Bebauungsplans hinsichtlich der Geschossigkeit werden auch im Bereich des „Nukleus“ eingehalten. Die Eingangshalle ist als eingeschossiger Raum konzipiert. Die beiden Galerien, die diesen queren, dienen nicht dem Aufenthalt und erschließen keine Aufenthaltsräume, erzeugen also kein Vollgeschoss.
Die Schule adressiert sich zum Rohrdamm. Ein sich strahlenförmig verbreiternder Vorplatz verbindet den Neubau mit dem ehemaligen und zukünftigen S-Bahnhof Siemensstadt. Über eine einladende doppelgeschossige Öffnung im Baukörper gelangt man zunächst in den intimen, U-förmigen Vorhof und dann in die ebenfalls doppelgeschossige Eingangshalle. Diese ist das Herz des Hauses. Sie dient dem Ankommen und Verteilen, hier werden Klassenfotos gemacht und Projekte präsentiert. An einem Ende der Eingangshalle befindet sich eine große Sitztreppe, am anderen eine Projektionswand, dahinter jeweils die horizontale und die vertikale Haupterschließungen. Von der Goebelstraße aus ist der Neubau gut über einen Nebeneingang und den sich ebenfalls strahlenförmig nach Südosten öffnenden Schulhof zu erreichen.
Sechs regelhaft positionierte Treppenhäuser strukturieren das Gebäude, vier an den Ecken des „Nukleus“ bzw. am Eingang zu den Doppelcompartments und den Fachbereichen, zwei in den Innenecken der beiden Höfe; ein zentral gelegener Aufzug erschließt alle Bereiche in den Obergeschossen barrierefrei.
Die auf vier Geschosse verteilten Unterrichtsbereiche sind vertikal und horizontal klar strukutriert. Der „Nukleus“ mit der Haupterschließung vor Kopf teilt das Gebäude in zwei U-förmige Bereiche, die um den Eingangshof respektive um den Schulhof herum organisiert sind. Diese wiederum werden durch in der Längsachse angeordnete Treppenhäuser in je zwei Sektoren unterteilt. In den beiden unteren Geschossen befinden sich die Fachraumbereiche sowie die Sekundarstufe II, in den oberen beiden Geschossen die Primarstufe und die Sek I.
Um den Eingangshof herum sind im EG die Verwaltung und der Musikbereich geplant, im 1. Obergeschoss der Umkleiden- sowie der Inklusionsbereich und darüber im 2. und 3. OG je zwei Doppelcompartments für die Primarstufe. Rund um den Schulhof liegen erdgeschossig Lernwerkstatt und Kunstbereich sowie im 1. OG der NaWi-Bereich und ein Doppelcompartment der Sek I. Zwei weitere Doppelcompartments der Sek I finden sich im 2. OG, darüber die zwei Doppelcompartments der Sek II.
Jedes Doppelcompartment belegt einen der vier Sektoren pro Geschoss. Die Stammgruppenräume sind nach außen orientiert, die Foren und die miteinander verbundenen Teamräume zum Hof. Durch die Fluchttreppenhäuser vor Kopf der Höfe sind die Sektoren bzw. Doppelcompartments horizontal miteinander verschaltet.
Mensa und Mehrzweckraum sind als doppelgeschossige Räume konzipiert, die zu einer großen Aula zusammengeschaltet und über zweiflügelige Türen sowohl zur Eingangshalle als auch zum Schulhof hin geöffnet werden können. So kann die Mensa bei gutem Wetter in den Schulhof hinaus bestuhlen. Die Küche befindet sich im Außenring und wird von Norden her angeliefert. Als Bewegungsfläche vor der Ausgabe wird der breite Flur zwischen Mensa und Küche genutzt.
Die Sporthallen sind als zwei über Mensa und Mehrzweckraum gestapelte Dreifachsporthallen konzipiert. Den Hallen ist jeweils eine Schicht Geräte- und Nebenräume vorgelagert, darüber Technik. Der Umkleidebereich ist kompakt im 1. OG um den Eingangshof organisiert. Die Sporthallen sind integraler Teil der Schule, können aber auch vom Vereinssport genutzt werden. Da die Zugänge zu sämtlichen Unterrichtsbereiche abgeschlossen werden können, werden Nutzungskonflikte und Nebeneingänge vermieden. Die Sportler gelangen über die Eingangshalle und die beiden Erschließungskerne an deren Köpfen in den Umkleidebereich im 1. OG und anschließend in die Foyers der beiden Sporthallengeschosse.
Der Baukörper ist spannend und die Bäume sind grün genug – daher erhält die neue Schule eine ruhige, materialsichtige Fassade. Auf Farbe wird, mit Ausnahme des gelben Sonnenschutzes, verzichtet.
Konstruktiv besteht die Fassade aus geschosshohen Holzelementen in Breite des Konstruktionsrasters. Sturzlose Bandfenster mit einer niedrigen Brüstung knapp über Tischhöhe sorgen für eine optimale natürliche Belichtung der Unterrichtsräume. Eine Gliederung der Fassadenverkleidung in Balken und Stützen, die ausgefacht werden, bildet das innere konstruktive Prinzip im Äußeren ab. Der Rohbau wird mit holzgeschalten, warmgrauen und faserarmierten Betonfertigteilen verkleidet, die Holzelementfassade mit einem verzinkten Zackenblech. Es kommen Holzfenster mit Aluminiumdeckschale und textile Markisen als Sonnenschutz zum Einsatz. Im 3. und 4. OG werden vor Kopf der Sporthallen Pflanzbecken angeordnet, die die Fassade auf den Längsseiten, zusammen mit den tiefliegenden Nebeneingängen im EG, beleben.
Der „Nukleus“ erhält eine Verkleidung aus verzinktem Zackenblech mit einer größeren Knickweite. An den Schmalseiten ist die Fassade mehrfach geknickt. Je Knick wird über Druckstäbe und Zugseile ein Stahlnetz aufgespannt, dass als Rankhilfe zur bodengebundenen Begrünung dient. Der leicht gezackte Attikaabschluss bildet die Neigung der dahinter liegenden, west-ost-orientierten PV-Module ab. Insbesondere von der S-Bahn aus gesehen bekommt das hohe Bauteil so eine Art „Krone“. Den Längsfassaden des „Nukleus“ sind zu beiden Seiten Wartungsbalkone vorgelagert, die eine Reinigung der Verglasung im Bereich der Foyers und der Sporthallen ohne Einsatz von Hubsteigern oder Befahranlagen ermöglichen.
Das Tragwerk der Schule ist als Stahlbetonskelett konzipiert, das über zwei Treppenhauskerne in den außenliegenden Rundungen und eine ausreichende Anzahl von Querwänden im Mittelteil ausgesteift wird. Zur Reduktion der erforderlichen Stahlbetonkubatur werden die Geschossdecken und das Dach des viergeschossigen Ringes als Holz-Beton-Verbundkonstruktionen (HBV-Decken) ausgeführt. Dadurch können in den Regelbereichen des Gebäudes die Dicken der Stahlbetondecken für eine wesentliche CO2-Einsparung von 20cm auf 10cm reduziert werden. Für die Tragbalken der HBV-Decken kann Konstruktionsvollholz (KVH) zum Einsatz kommen, das z.B. in Form von Triobalken mit 3x8cm Breite und einer Höhe von 26cm auch den konstruktiven Brandschutz erfüllt. Für die Decken über Mensa und Mehrzwecksaal sowie die Decke und das Dach über den Sporthallen mit freien Stützweiten bis zu 22,5m werden Stahlbeton- oder Spannbetonfertigteile vorgesehen, die eine effiziente Montage gewährleisten und nachträglich mit einem Ortbetondeckenspiegel ergänzt werden können. Der Einsatz weiterer Stahlbetonfertigteile ist in weiten Bereichen des Stahlbetonskelettbaus möglich. Unter dem Stahlbetonskelett befindet sich eine 20cm schlanke Flachgründung, die nur in den Bereichen der äußeren, inneren und mittleren Tragachse des Ringes auf 40cm und in den lastabtragenden Bereichen der Sporthallen auf 60cm verstärkt wird.
Wo immer möglich und sinnvoll, kommen an Wand und Decke Holz- und Lehmbaustoffe zum Einsatz. Massive, nichtragende Trennwände zwischen den Unterrichtsräumen werden aus Lehmziegeln gemauert, Leichtbauwände mit schweren Lehmplatten beplankt. Auf Anstriche und Beschichtungen wird weitestgehend verzichtet. Stattdessen zeigen die Materialien ihre natürliche Haptik und Farbigkeit – nur die Böden erhalten eine gelbe Färbung analog zum Sonnenschutz, sei es als Terrazzo in der Erschließungsbereichen, als Linoleum in Klassenzimmern und Sporthallen oder als Fliese in den Nassräumen.
Der kompakte Baukörper hat einen geringen Fußabdruck, ein gutes A/V-Verhältnis und erlaubt es, einen Großteil des Baumbestandes zu erhalten. Das äußerst effiziente, serielle Tragwerk erlaubt zukünftige Nutzungsanpassungen und ist sowohl im Hinblick auf die Reduktion des CO2-Verbrauchs als auch in wirtschaftlicher Hinsicht günstig. Der Bauablauf wird durch den Einsatz vieler Fertig- und Gleichteile in Rohbau, Fassade und Ausbau beschleunigt. Die leichte, vorgehängte Fassade ist robust, besteht aus austauschbaren Standard-Produkten und reduziert Wärmebrücken. Beim Ausbau kommen wenige naturnahe und strapazierfähige Materialien zum Einsatz, die gut altern und Patina ansetzen können. Sowohl die Fassade als auch der Ausbau können weitestgehend sortenrein rückgebaut und wieder in den Materialkreislauf eingespeist werden.
Im Unterrichtsbereich erlaubt die Fassade eine Lüftung über Fenster. Wegen der Lärmproblematik sind parallel dazu dezentrale Lüftungsgeräte, die fassadennah in der kassettierten Decke angebracht werden, vorgesehen. Bei den Sporthallen ist eine Querlüftung über Fassade vorgesehen; bei der unteren Sporthalle werden hierzu Lüftungskanäle über den Technikbereich bis in den Eingangshof durchgeführt. Bei Bedarf wäre eine Unterstützung durch Lüftungsgeräte möglich. Die Mensa mit Küche sowie der Mehrzweckraum haben Fassadenanschuss, benötigen aber ebenso wie die Sanitärbereiche eine mechanische Lüftungsanlage, die in der Raumschicht über der Eingangshalle untergebracht wird.
Über den Stahlbetonanteil in Skelett und Decke sowie über die massiven Lehmziegelwände steht träge Speichermasse zur Verfügung. Ein sinnvoller Öffnungsanteil der Fassaden sowie ein effizienter Sonnenschutz begrenzen die sommerlichen Energieeinträge. In Kombination mit einem Konzept zur Nachtauskühlung, das durch dezentrale Lüftungsgeräte wie zentrale Lüftungsanlagen gestützt wird, sollte auf eine Kühlung oder Bauteiltemperierung verzichtet werden können.
Inwieweit die Nutzung von Erdwärme anstelle von Fernwärme zur Wärmeerzeugung sinnvoll und wirtschaftlich ist, muss im weiteren Planungsverlauf geprüft werden.
Die Dächer sind als extensiv begrünte Retentionsdächer in Kombination mit PV-Anlagen geplant. Auf dem Dach des niedrigeren Unterrichtsbereichs werden die Solarpaneele in Nord-Süd-, auf dem Dach der Sporthallen in West-Ost-Richtung aufgestellt.
Schule und Lernen beginnen und enden nicht mit dem Schulgong. Ankommen und Austausch sowie das Gespräch und die Interaktion mit anderen Kindern und Jugendlichen tragen maßgeblich zur persönlichen Entwicklung bei und brauchen daher geeignete und vor allem auch variable Räume. Der Entwurf sieht diese in Form der beiden Eingangsplätze von Süden, der beiden zentralen Hofflächen sowie einer vielfältigen Abfolge einzelner, auch kleinteiliger Freiräume vor. Diese werden als erweiterte Schulflächen mit starkem Innen- Außen-Bezug gesehen und können als attraktiver Campusbereich auch über den reinen Schulbetrieb hinaus genutzt werden. Wichtig erscheint uns hierbei die tägliche Nutzbarkeit und Erlebbarkeit mit den Jahreszeiten und über viele Jahre hinweg, was eine differenzierte und in Teilen multikodierte Gestaltung unter Berücksichtigung verschiedener Qualitäten und Atmosphären voraussetzt. Es werden sowohl verschiedenste „bewegte“ Pausen- und Freizeitgestaltungen wie auch Rückzug und aktive Entspannung ermöglicht.
Mit dem Ziel einer Synergien schaffenden Gesamtgestaltung werden angrenzende Freiflächen sowie der wertvolle Gehölzbestand im Besonderen zusammen beplant und so zu einem klimaangepassten und zeitgemäßen Quartierscampus mit Strahlkraft ins Quartier verknüpft. Hierbei sind unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit das behutsame Einfügen sowie der sparsame Umgang mit Ressourcen von besonderer Bedeutung. Beispielhaft seien hierzu Aspekte des Boden- und Regenwassermanagements erwähnt.
Durch einen möglichst niedrigeren Versiegelungsgrad sowie den weitestgehenden Erhalt und Schutz wertvoller Grünstrukturen entsteht eine offene, grüne Freiraumstruktur, die das Quartier zu einem besonders attraktiven Lern- und Lebensraum macht. Die für die Robustheit und optimale ganzjährige Nutzbarkeit der Außenanlagen notwendigen Belagsflächen werden mit fugenoffenen Belägen gestaltet und können mittels darunterliegender (Baum-) Rigolen sowie in die angrenzenden Grünflächen dezentral entwässern, verdunsten und versickern und so zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen. Gezielte Baumnachpflanzungen sowie die Begrünung einzelner Wand- und Fassadenflächen schaffen in Verbindung mit den extensiv begrünten Solargründachflächen ein lebendiges und grünes Schulumfeld.
Strukturvielfalt und Biodiversität spielen, z.B. über das Angebot von Trocken- und Feuchtstandorten, bei der Gestaltung der Schulaußenanlagen eine zentrale Rolle. Für die Schulnutzung können so wertvolle Lernorte angeboten werden.
Ziel ist es, möglichst viel Wasser zu sammeln, zu speichern und in kürzester Zeit aufzunehmen, um es im nächsten Schritt wieder als pflanzenverfügbares Wasser oder als Grauwasser für das Gebäude zu verwenden. Zur Wasserretention werden hierzu Baumrigolen in Platzflächen und unter Teilen der Grünfläche sowie Wasserretentionsboxen auf den Dächern, die mit Zisternen verbunden sind, vorgeschlagen. Überschüssiges Wasser kann darüber hinaus in die teils zusammenhängenden Mulden in der Grünfläche eingeleitet werden.
In den Grünbereichen im Anschluss an die bestehende sowie auf Teilen der Dachfläche sind sogenannte „BIOTOPSGELENKE“ in Form von speziellen, teils sehr leichten Kleinbiotopen zur Förderung der Biodiversität angedacht. Schotter- und Rohbodenbeete, Sandlinsen und strukturreiche Pflanzungen mit Totholz bieten ein vielfältiges Angebot für Wildbienen, Eidechsen und andere Kleinstlebewesen. Trockenmauern, künstliche Vogeltränken auf Wiesenebene und dichte Strauchgruppen schaffen diverse Lebensräume für Vögel, Insekten und Kleintiere.
Bei der Auswahl der Bäume wird darauf geachtet, für den jeweiligen Freibereich und die damit einhergehenden Anforderungen geeignete Arten zu wählen. Es wird ein sogenannter „KLIMAMISCHWALD“ vorgeschlagen, für den möglichst verschiedene Arten verwendet werden, die mit dem Standort und den klimatischen Anforderungen umgehen können und eine hohe Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Umweltfaktoren aufweisen. So müssen in Teilflächen die Bäume sowohl mit Hitze als auch mit temporären Überschwemmungen umgehen können. In den trockeneren Bereichen werden hitzeverträgliche Arten gepflanzt, die zusätzlich als Bienen- und Vogelnährgehölze dienen. Auf diese Weise entsteht eine vielfältiges Pflanz- und Nährangebot für Tiere und Kleinstlebewesen zur Verbesserung der biologischen Vielfalt.